Sternsinger 2012

Sternsinger aus Pulheim sammeln 30.007,33 Euro für Kinder in Not
Klopft an Türen, pocht auf Rechte!
Die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Kosmas und Damian sind ganz schön stolz. Zwei Tage lang waren 127 kleine und große Könige in ihren prächtigen Gewändern sowie knapp 50 jugendliche und erwachsene Begleiter im Kernort Pulheim unterwegs zu den Menschen. An unzählige Türen hatten sie geklopft und „20*C+M+B+12“, Christus Mansionem Benedicat, über dieselben geschrieben. Das Ergebnis ihres Engagements kann sich wahrlich sehen lassen: 29.594,33 Euro kamen bei der Sammlung zusammen, mit denen Not leidende Kinder in aller Welt unterstützt werden.
„Die Leute haben sich richtig gefreut!“, erzählt die 11-jährige Annika. „Uns haben ganz viele Leute Geld in die Büchse geworfen. Jetzt können wir den Kindern überall helfen.“ Kaplan Solomon und das Sternsingerteam vom BDKJ Pulheim freuten sich über den Einsatz der zahlreichen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen.
Auch die Kinder der Caritas-Kindertagesstätte St. Elisabeth machten sich in diesen Tagen mit Kreide und Sammeldosen auf den Weg und nahmen an der Aktion teil.
Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 54. Aktion Dreikönigssingen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Mädchen und Jungen auf das diesjährige Leitwort „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ vorbereitet. Wie überall in Deutschland machten sie damit deutlich, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt respektiert und unterstützt werden müssen. Sie setzen sich dafür ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein. Doch gerade in Nicaragua, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, werden die Kinderrechte von vielen mit Füßen getreten. Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder sind dort an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen in Nicaragua unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Sie werden „stark“ und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können.
Doch nicht nur die Kinder in den Projekten in Nicaragua profitieren vom Einsatz der kleinen Könige in Deutschland. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in gut 110 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern haben sich auch die Sternsinger aus Pulheim auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie kennen die Nöte und Sorgen von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten.
Alle Informationen zur Sternsingeraktion in Pulheim findet man im Internet unter www.sternsinger-pulheim.de.
Segen für die Pulheimer Retterinnen und Retter
“Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ hieß es nicht nur für die Pulheimer Familien und Unternehmen. Die Sternsinger besuchten auch die abgelegensten Orte am Rande Pulheims. In diesem Jahr wurde auch der Feuerwehrwache auf dem Schwefelberg der Segen gebracht. Brandoberinspektor Gerhard Wendt empfing die drei kleinen Könige. So wie die Sternsinger für notleidende Kinder auf der ganzen Welt unterwegs sind, kann die Pulheimer Feuerwehr nun auch mit Gottes Segen Menschen in Not helfen.

Königlicher Besuch für den Bürgermeister
Kinder aus dem ganzen Dekanat segnen das Rathaus.
Heute empfing Bürgermeister Frank Keppeler zum ersten Mal Sternsingergruppen aus den Pfarrgemeinden Geyen, Stommeln, Brauweiler und Pulheim gemeinsam. Nach einer kurzen Ansprache des Bürgermeisters sangen die Kinder zusammen ein Lied. Die zwanzig Könige und Königinnen erhielten eine kleine Stärkung in Form von Getränken und segneten dann das Rathaus, speziell auch den Ratssaal und das Bürgermeisterbüro. Frisch gestärkt machten sie sich dann auf ihren Weg, den Menschen in Pulheim Gottes Segen zu bringen.


